Jahresrückblick von Norbert Rothstein, Zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats

Liebe Gemeinde!

Wenn wir auf das vergangene Jahr zurückblicken sollten wir vor allem dankbar sein für alles Gute, was uns widerfahren ist. Den Dank an Gott haben wir in diesem Gottesdienst erstattet, jetzt ist es an der Zeit, alle denen zu danken, die so viel Positives zum Leben unserer Gemeinde beitragen, nicht nur denjenigen, die dies in aller Öffentlichkeit tun, wie unser Pfarrer Knoblauch, unsere Kirchenpflegerin Frau Uhl oder auch unsere Ministranten, sondern auch denen, die ihren Beitrag im Stillen, von den meisten unbemerkt, leisten, wie zum Beispiel die Frauen, die für den Blumenschmuck in unserer Kirche sorgen. Ohne sie alle aufzuzählen und dann doch jemand zu vergessen, sei ihnen allen ein herzliches „Vergelts Gott!“ gesagt.

Blicken wir auf das, was sich in unserer Gemeinde in diesem Jahr getan hat, so bleiben die Baumaßnahmen ein Dauerbrenner. Zunächst ist eine Vielzahl kleinerer Maßnahmen zu nennen, wie die Verbesserung des Brandschutzes in unseren Gebäuden oder Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, z.B. eine neue Beleuchtung am unteren Zugang zum Bischof-Hefele-Haus.

Weniger gut kamen unsere größeren Projekte voran: die Reparatur der Pfarrgartenmauer und die Erweiterung der Kindertagesstätte Maria Fatima. Im Fall der Pfarrgartenmauer sind alle Genehmigungen erteilt, die Ausschreibung abgeschlossen und der Auftrag erteilt. Auch auf den Rat des Bischöflichen Bauamts haben wir uns für eine Sanierung von Grund auf entschieden, um nicht, nach einer nur kurzfristigen Ausbesserung, letzten Endes doppelt zu bezahlen. Auch für die Erweiterung der Kindertagesstätte sind inzwischen fast alle notwendigen Genehmigungen erteilt, und wir hoffen, 2018 endlich mit dem Ausbau beginnen zu können. Dass beide Projekte mit jeder Verzögerung teurer wurden, wird jeder verstehen, der die Situation am Bau kennt.

Von der Trude Eipperle Stiftung hat unsere Gemeinde die kleine Kapelle „Christi Ruh“ in renoviertem Zustand als Geschenk übernommen. Wir wollen, falls die Denkmalbehörde zustimmt, die Türe so gestalten, dass jederzeit ein Blick auf die Statue Christi von außen sichtbar wird und so zu einem kurzen Gebet und zu stillem Verweilen einlädt.

Blicken wir in unsere Seelsorgeeinheit, so wird ab dem neuen Jahr unsere Homepage ein Teil der neuen Homepage der Seelsorgeeinheit werden.

Auf den ersten Blick unterscheiden sich alle diese Aufgaben nicht vom Handeln einer weltlichen Gemeinde, aber alle Arbeit in unserer Kirchengemeinde soll letztendlich nur einem Zweck dienen, den der erste Petrusbrief so beschreibt: wir sollen „die Großtaten dessen verkünden, der uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat“. Das heißt: All unser Bemühen soll letztendlich der Ehre Gottes dienen. Auch wenn dies auf den ersten Blick anders aussieht, kann man in und durch so profanes Handeln diesem Ziel dienen. Die große Mystikerin Teresa von Avila hat, als sie noch im Haushalt des Klosters arbeitete, dies so in einem Gebet formuliert:

„Herr der Töpfe und Pfannen, ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein und Dir zum Wohlgefallen in der Nacht zu wachen oder morgens zu meditieren. Mach mich zu einer Heiligen, indem ich Mahlzeiten zubereite und Teller wasche. Nimm an meine rauen Hände, weil sie für dich, für deine Ehre, rau geworden sind. Wenn ich Schuhe putze, versuche ich, Herr, deine Sandalen darin zu finden. Wenn ich den Boden putze, denke ich daran, wie du in ihnen auf Erden gewandelt bist. Herr nimm diese meine Betrachtung an, weil ich keine Zeit habe für mehr.“

So dürfen alle, die sich in unserer Gemeinde engagieren, begreifen, dass sie letzten Endes alles zur Ehre Gottes tun, und vielleicht können auch sie dieses Gebet als Anregung für ihr persönliches Leben mit in das kommende Jahr 2018 nehmen.

In diesem Sinne wünsche ich ihnen im Namen des Kirchengemeinderats ein gesegnetes Jahr 2018!

 

2018-01-06T14:26:55+00:00