Jahresrückblick 2019 – Kirchengemeinderat St. Peter und Paul Oberkochen

„Meine Zeit steht in deinen Händen“

Liebe Schwestern und Brüder unserer Kirchengemeinde St. Peter und Paul!

Meine Zeit steht in deinen Händen, so beginnt unser Lied im Gotteslob. In Gottes Händen steht unsere Zeit, unser ganzes Leben. In seinen Händen stehen unsere Tage, Stunden und Augenblicke. In seinen Händen steht auch das nun zu Ende gehende Jahr.

In den vergangenen Wochen und Tagen haben wir in den Medien schon viele Jahresrückblicke verfolgen können. Auch in unserer Gemeinde ist es schon seit vielen Jahren zur Tradition geworden, immer an Silvester auf das vergangene Jahr zurückzublicken und einen kurzen Jahresbericht durch den Kirchengemeinrat zu geben.

Unsere Christengemeinde darf sich im zu Ende gehenden Jahr 2019 an viele Ereignisse erinnern, die uns Freude gemacht haben. Das sind zum Beispiel unsere lebendigen und bunten Familiengottesdienste und das lebendige Familienfest im Pfarrgarten. Die schönen Treffen für Senioren, die unsere Caritaskonferenz angeboten hat. Im März haben 53 Jugendliche das Sakrament der Firmung empfangen und im Mai haben 23 Kinder ihre erste Heilige Kommunion gefeiert. Einer der Höhepunkte des Kirchenjahres war wieder unser Fronleichnamsfest mit der großen Prozession durch unsere Stadt und dem anschließenden Gemeindefest, veranstaltet durch unseren sehr aktiven Kirchenchor. Das Sommerfest der Kolpingsfamilie auf der Heide, das dieses Jahr ganz im Zeichen des 70jährigen Jubiläums der Wiedergründung nach dem Krieg stand, war wieder ein voller Erfolg. Nicht zu vergessen, die tolle Sternsinger-Aktion zum Jahreswechsel 2018/2019, an der sich 57 Kinder, Jugendliche und Erwachsene beteiligt haben. Unsere Gemeindemitglieder engagieren sich seit vielen Jahren mit viel Herzblut für Projekte in den Entwicklungsländern, zum Beispiel in Afrika und Indien. In diesem Konsens dürfen wir immer unser Kirchweifest feiern, dessen Erlös unserer Partnergemeinde Kariobangi in den Slums von Nairobi zu Gute kommt. In diesem Jahr war es möglich, eine überdurchschnittlich hohe Gesamtspendensumme von 28.000 Euro an die Comboni-Missionare in Nairobi zu übergeben. Bei vielen Aufrufen und Aktionen zeichnen sich unsere Gemeindemitglieder regelmäßig durch ihre hohe Spendenbereitschaft aus.

Liebe Gemeinde,
dies war nur ein kurzer Ausschnitt aus dem Jahresprogramm 2019 unserer aktiven und lebendigen Kirchengemeinde. Alle Aktionen und Aktivitäten hier aufzuzählen würde den Rahmen des heutigen Gottesdienstes sprengen. Eines sollten wir uns jedoch vergewissern: Wir brauchen uns nicht von Resignation einnehmen lassen! Nein, ganz im Gegenteil, können wir doch viele Zeichen der Hoffnung und des Aufbruchs in unserer Gemeinde erkennen. Der Heilige Geist wirkt mitten unter uns!

Natürlich müssen wir uns auch eingestehen, dass nicht alles Gold ist, was in unserer Pfarrgemeinde glänzt. Seit vielen Jahren schrumpft die Zahl unserer Gemeindemitglieder und es ist gewiss nicht immer leicht, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Bei einer erneut hohen Zahl von 35 Austritten, 44 Bestattungen und nur 17 Taufen ist unsere Gemeinde auch im Jahr 2019 geschrumpft. Zu bedauern ist auch, dass sich kein einziges Brautpaar kirchlich getraut hat. Zwangsläufig müssen wir uns den Herausforderungen in unserer Kirche stellen und uns in den nächsten Jahren zusätzlich noch auf zurückgehende Mittel aus Kirchensteuern einstellen.

Liebe Schwestern und Brüder,
die aktuelle Wahlperiode unseres Kirchengemeinderats geht in wenigen Wochen zu Ende. Unser Gremium hat sich deshalb einen Abend die Zeit genommen, um Rückblick auf die vergangenen fünf Jahre zu halten und auch einen Ausblick zu wagen.

Die an diesem Abend investierte Zeit hat sich wirklich gelohnt. Es ist wichtig und zugleich motivierend, auch einmal festzuhalten, was seit der letzten Wahl im März 2015 für unsere Gemeinde erreicht wurde. In unserem Rückblick konnten wir feststellen, es wurde viel geleistet und noch mehr erreicht. Dabei musste sich der Kirchengemeinderat in den monatlichen Sitzungen sehr oft mit unserer Pfarrkirche, den Kapellen und Gemeindehäusern beschäftigen. Als eines der erfolgreichen Projekte möchte ich hier die Außensanierung unserer Maria-Schutz-Kapelle herausstellen. Wenn auch diese Maßnahme deutlich länger gebraucht hat als vorgesehen, kann die abgeschlossene Sanierung des Daches und der Fassade nun doch als sehr gelungen bezeichnet werden. Ursache für die deutlich längere Bauzeit waren diverse äußere Umstände, die wir von Seiten des Kirchengemeinderats nicht immer beeinflussen konnten.

Wir bedauern sehr, dass die Kapelle entgegen der Planungen für Besuche und Gottesdienste immer noch geschlossen ist. Die für dieses Jahr vorgesehene Innenrenovierung konnte leider noch nicht begonnen werden. Erst im Laufe der letzten Monate mussten wir erfahren, dass auch die Innenrenovierung der Kapelle durch das Bischöfliche Bauamt genehmigt werden muss. Im Rahmen einer Begehung mit den Sachverständigen hat sich dann herausgestellt, dass weitaus mehr Maßnahmen im Innenraum notwendig werden, als zunächst angenommen. Momentan können wir nur hoffen, dass die Zustimmung durch das Bauamt in den nächsten Wochen eingeht, die Arbeiten ausgeschrieben werden können und die Handwerker dann möglichst bald loslegen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir derzeit leider noch keine Prognose abgeben können, bis wann unsere Maria-Schutz-Kapelle frisch herausgeputzt wieder geöffnet werden kann.

Meinen Jahresbericht möchte ich gerne dafür nutzen, um mich auch im Namen unseres Pastoralteams für das vertrauensvolle Miteinander und die sehr gute Zusammenarbeit im Kirchengemeinderat in den vergangenen fünf Jahren zu bedanken. Wir haben in den Sitzungen und Terminen großes ehrenamtliches Engagement investiert und viel Zeit geopfert. Dafür gebührt dem ganzen Kirchengemeinderat ein herzliches Vergelt’s Gott.

In unserem Ausblick durfte der Kirchengemeinderat feststellen, dass es dem neuen Gremium auch in den nächsten fünf Jahren mit Sicherheit nicht an Herausforderungen mangeln wird. Aufgabenstellungen rund um die Themen Gebäudemanagement und Verwaltung werden vermutlich regelmäßig die Tagesordnung für die KGR-Sitzungen prägen. Wir waren uns jedoch auch darüber einig, dass wir unsere Pfarrgemeinde unbedingt an die Herausforderungen der Zukunft heranführen sollten und insbesondere neue Impulse senden müssen. Hier denken wir zum Beispiel an Kurse für die Glaubenserneuerung und Neuevangelisierung.

Liebe Gottesdienstgemeinde,
mit der Kirchengemeinderatswahl am 21. und 22. März 2020 werden wir aufbrechen und mit den drei anderen Gemeinden unserer Seelsorgeeinheit Härtsfeld-Kochertal versuchen, auch neue Wege gehen. Dazu brauchen wir natürlich wieder Frauen und Männer, jüngere und ältere, die sich als Kandidatin und Kandidat zur Verfügung stellen. Bitte lassen Sie sich von uns ansprechen und motivieren, das Leben unserer Kirchengemeinde zu prägen und zu entwickeln. Falls Sie selbst nicht kandidieren können, jedoch jemanden für die Wahl gerne vorschlagen möchten, dürfen Sie das sehr gerne tun. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns möglichst viele Kandidaten – gerne auch anonym – einfach auf einen Zettel schreiben und in den Briefkasten des Pfarrbüros einwerfen. In den nächsten Tagen werden wir auch noch eine Vorschlagsbox im Eingangsbereich der Kirche aufstellen. Bis Ende Januar müssen wir die Kandidatenfindung abgeschlossen haben.

Zum Abschluss meines Berichts möchte ich es nicht versäumen, wieder ein ganz großes Dankeschön und Vergelt’s Gott auszusprechen. An Sie liebe Gemeindemitglieder, die Sie sich das ganze Jahr über für unseren Glauben sowie die Verkündigung der frohen Botschaft, unsere Pfarrgemeinde und auch für die Menschen selbstlos engagiert haben. Oftmals geschieht dies auch ganz unbemerkt und im Stillen. Dank gilt allen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Stellvertretend für alle möchte ich besonders unserem Pastoralteam mit Pfarrer Andreas Macho, Pater Albert Kannaen und Pastoralreferentin Julia Schneider danken.

Herr Pfarrer Macho hat es in seiner Predigt an Heilig Abend schon ausgesprochen, was ich gerne nochmals wiederholen möchte. Dies ist nämlich der ganz besondere Dank an unser Krippenbauteam. In unserer Pfarrkirche können wir eine wunderbare neue Krippendarstellung bewundern, die allseits großen Anklang und Bewunderung findet. Für die vielen und ungezählten Arbeitsstunden die hier investiert wurden, gebührt dem Krippenbauteam ein ganz herzliches Vergelt’s Gott. Auch für alle Geld- und Sachspenden die zum Krippenbau und den wunderschönen Figuren beigetragen haben, bedanken wir uns von Herzen. Gerne werden noch weitere Spenden entgegengenommen.

Allen unseren Gemeindemitgliedern wünschen wir ein von Zuversicht und vom Glauben an Gott erfülltes Jahr 2020.

Oberkochen, 31.12.2019
Ihre
Katholische Kirchengemeinde St. Peter und Paul
Thomas Haas
Gewählter Vorsitzender des Kirchengemeinderats

2020-01-02T17:42:51+00:00